Praxis

Dreck im Grassilo kostet Milch

Schmutz (Erde, Sand) im Futter kosten nicht nur bis zu 700 Liter Milch pro Hektar, sondern auch Diesel und Nerven. Außerdem beeinträchtigt der Schmutz die Tiergesundheit.
Futterverschmutzungen durch Erde erhöhen den Verschleiß...

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Schmutz (Erde, Sand) im Futter kosten nicht nur bis zu 700 Liter Milch pro Hektar, sondern auch Diesel und Nerven. Außerdem beeinträchtigt der Schmutz die Tiergesundheit.

Futterverschmutzungen durch Erde erhöhen den Verschleiß an den Maschinen, das Ausgangsmaterial ist schlechter silierbar und der Futterwert verringert sich. Das verschlechtert die Qualität der Grassilagen bedeutend. Die wirtschaftlichen und tiergesundheitlichen Schäden durch Futterverschmutzung sind ebenfalls gravierend.

Der Verschmutzungsgrad in Silagen kann anhand dreier Parameter gemessen werden, hier mit den Orientierungswerten für die erdige Futterverschmutzung:

  • >100g Rohasche pro kg TM
  • >500 mg Eisen/ kg TM
  • >2% Sandanteil

Wenn man bei Grassilage von einem Ertrag von 3.500 kg Trockensubstanz (TM) pro Hektar ausgeht, bedeutet 1% Futterverschmutzung 35 kg „Mehrertrag“ in Form von Schmutz. Die Energiekonzentration sinkt um 0,1 MJ NEL pro kg TM, insgesamt 0,1 bis 0,2 Liter weniger Milch pro kg Trockensubstanz und somit 350 bis 700 Liter weniger Milch pro Hektar! Da verschmutzte Silage schlechter schmeckt und geringere Inhaltsstoffe hat, sinkt die Grundfutteraufnahme und es muss mehr Kraftfutter gefüttert werden, so dass die Futterkosten und gegebenenfalls sogar das Acidose-Risiko ansteigen. Zudem ist der Messerverschleiß beim Mähen und der Kraftstoffverbrauch höher. 

Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie hier:

Theresa Hagemann